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Eine wichtige Tradition von Amalfi: die Verarbeitung des Amalfi Papiers

 

Büttenpapier: kurze Geschichte der Herstellung und Fertigungsprozesse, www.museodellacarta.it

La carta
Maschine für die Papierherstellung

Der genaue Ort, an dem die ersten Papiermühlen gebaut wurden, ist noch nicht bekannt. Das Zeugnis der ersten historische Verwendung von Papier im Mittelmeer-Raum ist ein Brief aus diesem Papier von der Gräfin von Sizilien geschrieben in den ersten Jahren des zwölften Jahrhunderts. Dies ist ein bestimmter Beweise, dass Papier auf der Halbinsel schon zur Zeit der Eroberung durch die Normannen verbreitet war und entlang der afrikanischen Küsten und in Spanien hergestellt wurde. Die Amalfitaner, die sich in Sizilien und in den wichtigsten Hafen und Handelszentrum der arabischen Kalifen von Afrika wie Alexandria, Kairo, Kairouan, El Mehdi seit dem zehnten Jahrhundert befanden, waren sicherlich die ersten, die die Verarbeitungs- und Herstellungstechniken dieses Papiers lernten.

In einem Dekret vom 1231, verbot Friedrich II. die Verwendung von "bambagina" Papiere für öffentliche Dokumenten auf den Curien von Neapel, Amalfi, Sorrent, und wollte die Verwendung von Pergamentpapier, weil es mehr haltbar war. Darüber hinaus musste aber eine Papierfabrik entlang des Flusses in Amalfi schon tätig sein.

Da es Kontakte zwischen den Amalfitanern und den Arabern gab, ist es sicher, dass das erste bekannte Papier da sogenannte "bambagina" war. Die arabischen Stadt Marubig El-Had hatten das Monopol der Papier-Produktion. Einige Jahre später, im Jahre 1289, wurde in enem Dokument in Ravello dieses "bambagina 'oder' bombicina Papier"erwähnt, sogennant weil es mit Baumwolle Streifen, bzw. Lumpen (Bombax) hergestellt wurde. Diese waren unter den wichtigsten Produkten des Amalfi Seehandels, so sehr das die Paltea Bambacariorum, bzw. der Tuchhändler Marktplatz auch im Küstenmeer Gebiet der Stadt im Mittelalter stattfand.

Papierfabriken befinden sich heute noch im Tal 'Valle dei Mulini' (wasser von reichlich Wassermühlen-Tal). Dank der reichen Anwesenheit auf dem Markt des 'Bombax', und den florierenden kommerziellen Tätigkeiten der Zeit, wurde Amalfi zu einem der wichtigsten Papierhersteller.

Die Aktivität der Papierfabriken folgte auch nach dem politischen Niedergang der Stadt weiter, vor allem dank der hohe Papier-Qualität und die lokalen Herstellern wurden so reich und mächtig, dass sie die Kongregation der Papierhersteller, die 'Congregazione dei Cartari', gründeteten. Der Rückgang bei der Papierherstellung in Amalfi kam auf das Ende des achtzehnten Jahrhunderts. In der Tat war es vermutlich während dieser Jahre, dass die Benutzung von Maschinen begann.

Im späten achtzehnten Jahrhunderts gab es sechzehn tätige Papierfabriken in Amalfi. Heute sind nur noch zehn funktionsfähig. In der Valle dei Mulini in Amalfi befindet sich das "Amalfi Papier Museum". Es besteht aus einer alten Papierfabrik und enthält eine Bibliothek mit ca. 3.000 Texten über die Herkunft des Papiers.

Die Schritte der Papierherstellung
Das Rohmaterial der aus Lumpen, Baumwolle, Flachs und Hanf bestand, kam in eine Stein-Wanne, gennant 'pila' auf italienisch. Dort wurden die Lumpen zu Brei gemacht durch eine Reihe von hölzernen Schlägeln, mit Dutzenden von Eisennägeln an den Enden, in der Eisengießerei von Pogerola produziert. Die Form und Größe dieser Eisennägel bestimmte die Konsistenz und damit die Dicke des fertigen Papiers. Die Hämmer wurden von der Kraft des Wassers bewegt, das auf einem Gegengewicht Rad (roton) fielen und eine Spindel aktionierte. Wenn Sie fertig waren, kam dieser Brei in eine andere Wanne und wurde mit einem speziellen Kleber gemischt. Dieser Kleber wurde aus Tierhäuten (carnicciola) erhalten.

Der Brei wurde in einer großen Schüssel aus Majolika-Fliesen mit Holzrahmen und einem Wasserzeichen in der Mitte gegossen. Jedes Wasserzeichen enthaltete die Unterscheidungsmarke des Papier-Herstellers und der besonderen Art des Papiers und bestand aus einem Netz von Drähten aus Messing oder Bronze. Die Marken auf das fertige Papier war gegen das Licht sichtbar und stellte bürgerliche, religiöse und heraldische Symbole dar. Die ältesten Blätter stammen aus dem dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderten, mit darauf dem Wappen der Stadt oder das achteckige Kreuz, und natürlich auch den Emblemen der alten Familien.

Danach wurde das Wasser abgelassen und der Brei wurde dann auf einer speziellen Wollfilz übertragen. Das Ergebnis war ein Haufen nassen Papierbögen die mit einer hölzernen Presse gepreßt wurden um das Wasserzu verdrängen. Später wurden die Papierblätter vom Filz abgenommen und zum Trocknen gebracht in speziell gelüfteten Räumen, genannt "spanditoi". Es folgte die sorgfältige Auswahl der wertvollsten Papiere. Die zweite Wahl Papier wurde mit den Handflächen geglättet und mit einer Maschine namens "Bender" gebogen. Die wichtigsten Arten von Papier von Amalfi hiessen 'carta strazza''','' carta genovescha", "carta bambace,'' carta di Napoli", und ''carta bianchetta".

Heute ist es möglich die Amatruda Papierfabrik zu besuchen, um der Herstellung des Papier von Amalfi zuzusehen.

Das Papier von Amalfi war für offizielle Dokumente und Urkunden des Herzogtums, des Bischofs und den Gemeinden verwendet. Es war bei den Anjous, Aragonier, den Bourbonen und den spanischen Vizekönigen benutzt. Heute ist es vor allem verwendet für Hochzeiten, Einladungen für Taufen, erste Kommunion, und in einigen besonderen Anlässen, für Broschüren oder schriftliche wichtige Werke. Der Vatikanstaat verwendet das Amalfi Papier für seine Korrespondenz.

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